Ohren wurde immer lauter und sie hörte seinen Atem, ebenfalls immer lauter und immer unkontrollierter. Er ergriff ihr Haar an ihrem Nacken, zog ihren Kopf zurück und schob seine Zunge erbarmungslos in ihren Mund. Sein Atem wurde zu einem lauten Stöhnen. Stoß auf Stoß nahm er sie in Beschlag. Dies alles hatte gar nichts mit der Romantik zu tun, von der Susanna bislang dachte, dass sie gerade so etwas benötigte. Im Gegenteil, ihrem Körper schien etwas völlig anderes zu gefallen. Die Härte und die Manneskraft von Timm erregten sie dermaßen, dass sie ihn immer fester umschlang, um ihn immer weiter und härter in sich zu spüren.
Sie liebten sich einmal, zweimal, dreimal. Die ganze Nacht ging es so weiter, bis es ihnen endlich gelang inne zu halten und sich anzusehen. Ihre Körper waren glänzend nass und sein Schweiß perlte sich beinah von seiner Stirn ab.
„Oh Gott Engelchen, wie lange kann man es tun, bevor man daran stirbt?“
Sie musste lachen bei seinem besorgten Gesichtsausdruck. „Ich bin fünfundzwanzig, du wirst ein ähnliches Alter haben, nehme ich an.“ „Sechsundzwanzig“, flüsterte er leise und ihren Blick selber kaum noch kontrollierend, sah sie ihn leidenschaftlich an. Anscheinend so leidenschaftlich, dass er erneut die Kontrolle über seinen Atem verlor. „Ich denke“, fuhr sie fort, „wir müssen uns darüber noch keine Gedanken machen.“ Lächelnd legte er sich neben sie und zog ihren Schenkel über seine Hüfte. „Dann ist es ja gut“, sprach er, während er nun, nur aus anderer Position erneut in sie eindrang.
An das Ende dieser endlosen Liebeskette konnte sie sich nicht mehr erinnern. Waren sie tatsächlich irgendwann eingeschlafen? Und war es tatsächlich nur eine Nacht? Als sie erwachte, war er im Bad.
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