Plötzlich zuckte sie aus ihren Gedanken hoch, als die Badezimmertür geöffnet wurde. Durch die Fensterscheibe, konnte sie sehen wie er um die Ecke kam und sich umsah, wahrscheinlich auf der Suche nach seinem Hemd. Ihre Blicke trafen sich durch die Scheibe, während er zu lächeln begann. „Ich hoffe wir tauschen noch“, sprach er während er sich ein Handtuch um die Hüfte band. „Ich glaube nicht, dass ich in dein Kleid passe.“ Sie grinste ihn an. „Deine Chancen auf einen Tausch stehen gut.“
Eine Weile betrachte er Susanna schweigend, immer noch durch die Scheibe, während er einfach hinter ihr stehen blieb. Unsicher erwiderte sie seinen Blick.
Wie war es jetzt zwischen ihnen? Jetzt, am Morgen danach? Oft kamen die Zweifel über das Getane mit dem Morgengrauen. Wie ging es ihm jetzt? Sie schluckte schwer. Ihr ging es tatsächlich nicht anders, als in der letzten Nacht. Sie sah seine muskulöse Brust, seine von sichtbaren Sehnen durchzogenen Arme und sie konnte es kaum glauben, dass sie, die sich selber eher für unscheinbar hielt die ganze Nacht, so intensiv, mit so einem attraktiven Mann verbracht hatte. Aber, so nahm sie ihre Gedanken wieder auf, was dachte er nun wohl?
Er trat noch etwas näher und legte seine Hände auf ihren Schultern ab, während sein Blick ernst auf ihrem verweilte.
„Heirate mich, Engelchen.“
„Waaaaaaaaaaaaas?????“
Abrupt drehte sie sich um und starrte ihn an. „Weißt du was du da sagst?“, fragte sie ihn entgeistert. Er antwortete nicht. Sie sah seine grünen Augen, die ein leichtes schelmisches Grinsen verrieten. Ein kleines Aufflackern, das sich ganz gemächlich auf seinem Gesicht ausbreitete. Sie ertappte sich bei dem Gedanken, dass er das unmöglich ernst meinen konnte, während sich sein Gesicht zu so einem verführerischen Lächeln verwandelte, dass sogar kleine Grübchen auf seinen Wangen erschienen. Nie waren diese ihr zuvor an ihm aufgefallen. Sie lachte auf. „Beinah hätte ich geglaubt, du meinst das ernst.“ „Hm“, entfuhr es ihm, dann drehte er sich von ihr fort und setzte sich auf den Stuhl, der an der Wand stand. Ein Bein locker über das
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